Der steuerfreie Sachbezug zählt zu den beliebtesten Möglichkeiten, Mitarbeitende zusätzlich zum Gehalt zu motivieren – ohne dass Lohnsteuer oder Sozialabgaben anfallen. Dabei profitieren sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte. Doch wie funktioniert dieses Modell genau? Und welche Grenzen sind zu beachten?
Was ist ein steuerfreier Sachbezug?
Ein steuerfreier Sachbezug ist eine zusätzliche Leistung des Arbeitgebers, die nicht in Geld, sondern in Form von Sachleistungen erbracht wird. Diese Leistungen gelten bis zu einem bestimmten Freibetrag als steuer- und sozialversicherungsfrei.
Beispiele fĂĽr steuerfreie SachbezĂĽge:
- Gutscheinkarten (z. B. für Einzelhandel, Tankstellen oder Online-Shops)
- Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr
- Sachgeschenke (z. B. zu Geburtstagen oder Jubiläen)
- EssenszuschĂĽsse oder Restaurantgutscheine
- Mitgliedschaften in Fitnessstudios
Wichtig: Der Sachbezug darf nicht in bar ausgezahlt oder gegen Geld eingetauscht werden – sonst entfällt die Steuerfreiheit.
Aktueller Freibetrag: 50 Euro monatlich
Seit Januar 2022 liegt die Freigrenze für steuerfreie Sachbezüge bei 50 Euro pro Monat und Mitarbeitendem. Dieser Betrag darf nicht überschritten werden. Bereits ein Cent mehr führt zur vollständigen Steuerpflicht der gesamten Leistung.
Weitere Informationen zur gesetzlichen Grundlage finden Sie beim Bundesfinanzministerium.
Voraussetzungen fĂĽr Steuerfreiheit
Damit ein Sachbezug steuerfrei bleibt, mĂĽssen bestimmte Bedingungen erfĂĽllt sein:
- Zuwendung in Form von Sachleistungen, nicht als Geldzahlung
- Einhaltung der 50-Euro-Grenze (pro Monat, nicht ĂĽbertragbar)
- Kein direkter Anspruch auf Auszahlung oder Umwandlung
- Dokumentation und Nachweisbarkeit durch den Arbeitgeber
Zudem gelten besondere Regelungen für Gutscheinkarten. Diese müssen als „Zahlungsmittel mit eingeschränkter Zweckbindung“ ausgestaltet sein – zum Beispiel ein Gutschein, der nur bei einem bestimmten Händler gültig ist.
Vorteile fĂĽr Unternehmen und Mitarbeitende
Ein steuerfreier Sachbezug lohnt sich fĂĽr beide Seiten:
FĂĽr Unternehmen:
- Geringere Lohnnebenkosten
- Gesteigerte Mitarbeitermotivation
- Attraktives Instrument im Employer Branding
FĂĽr Mitarbeitende:
- Mehr Netto vom Brutto
- Flexible, individuelle Zusatzleistungen
- Wertschätzung durch kleine Aufmerksamkeiten
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels stärken solche Benefits die Bindung ans Unternehmen.
Fazit: Der steuerfreie Sachbezug ist mehr als nur ein Bonus
Mit dem steuerfreien Sachbezug können Sie Ihre Mitarbeitenden gezielt belohnen – und dabei gleichzeitig steuerlich profitieren. Wichtig ist jedoch, die rechtlichen Grenzen zu kennen und einzuhalten. Richtig eingesetzt, wird der Sachbezug zu einem wirkungsvollen Element Ihrer Arbeitgeberattraktivität.
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