Die Lohnauszahlung ist ein zentraler Bestandteil des Arbeitsverhältnisses. Arbeitnehmer erhalten ihr Gehalt für die geleistete Arbeit in einem festgelegten Rhythmus. Doch welche gesetzlichen Regelungen gibt es, welche Methoden stehen zur Verfügung, und was passiert bei verspäteter Zahlung?
Zeitpunkt der Lohnauszahlung
Der Zeitpunkt der Lohnauszahlung richtet sich nach dem Arbeitsvertrag oder tariflichen Vereinbarungen. Grundsätzlich gilt:
- Meist erfolgt die Zahlung monatlich zum Monatsende oder zum 15. des Folgemonats.
- Laut § 614 BGB ist das Gehalt erst nach erbrachter Arbeitsleistung fällig (nachträgliche Zahlung).
- Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen können spezielle Regelungen enthalten.
Methoden der Lohnauszahlung
Arbeitgeber haben verschiedene Möglichkeiten, das Gehalt auszuzahlen. Üblich sind:
- Banküberweisung
- Die gängigste Methode
- Sicher und nachvollziehbar
- Arbeitnehmer müssen eine gültige Kontoverbindung hinterlegen
- Barauszahlung
- Selten, aber in bestimmten Branchen noch verbreitet (z. B. Gastronomie)
- Arbeitgeber muss einen Zahlungsnachweis erbringen
- Scheck
- Kaum noch gebräuchlich
- Arbeitnehmer muss den Scheck eigenständig einlösen
Was tun bei verspäteter oder ausbleibender Zahlung?
Wenn der Lohn nicht fristgerecht eingeht, haben Arbeitnehmer folgende Möglichkeiten:
- Arbeitgeber kontaktieren:
oft liegt nur ein technisches Problem vor. - Frist setzen:
schriftlich eine Nachzahlung innerhalb einer angemessenen Zeit fordern. - Arbeitsrechtliche Schritte einleiten:
bei ausbleibender Zahlung sind rechtliche Maßnahmen möglich, etwa eine Klage auf Lohnzahlung.
Besondere Regelungen zur Lohnauszahlung
In einigen Fällen gibt es abweichende Vorschriften:
- Mindestlohnregelung: Lohn darf nicht unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.
- Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: Arbeitnehmer erhalten weiterhin Gehalt, wenn sie krankheitsbedingt ausfallen.
- Pfändungsschutz: Ein bestimmter Teil des Lohns bleibt pfändungsfrei, um das Existenzminimum zu sichern.
Fazit
Die pünktliche Lohnauszahlung ist für Arbeitnehmer essenziell. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass alle gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben eingehalten werden. Kommt es zu Verzögerungen oder Problemen, sollten Betroffene schnell handeln und ihre Rechte kennen.
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